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Teil 1 – von 1969 bis 1978

Mit dieser Chronik wollen wir die wichtigsten Stationen der Vereinsgeschichte
in Wort und Bild festhalten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Teil 1 von 1969 bis 1978

1969

Es war der Auftritt des Fanfarenzuges aus Lenzinghausen beim Braker Schützenfest 1969, wo Gustav Oberbracht, Heinz Wegner, Eberhard Duwe und Horst Hansemann ( Foto v.l ) so begeistert waren, dass sie beschlossen auch in Brake einen Fanfarenzug zu gründen.

Die Gründer

Die Schützengemeinschaft Brake nahm sich sofort mit tatkräftiger Hilfe der jungen Truppe an. Bei Fachproblemen halfen die Lenzinghausener. Den Löwenanteil trugen aber die Eltern der Kinder und Jugendlichen, die durch Verständnis und finanzielle Unterstützung, die Startlöcher für ein Gutes Gelingen gruben.
Der Jugendfanfarenzug der Schützengemeinschaft Brake e.V. wurde am 07.10.1969 im Krullkrug offiziell gegründet und bestand aus 24 Mitgliedern, die von einer Arbeitsgemeinschaft geleitet wurden.

1970

In diesem Jahr wurde das Fundament zur Aufnahme in den Landesverband der Spielmanns-, Fanfaren- und Hörnerzüge in Meinerzhagen gelegt.
Im Vordergrund standen aber wohl die neuen Uniformen, die von Marie-Louise Wegner und Christel Winkler in ihren Wohnzimmern in vielen Stunden genäht wurden.

1971

Am 4. Mai 1971 gab sich der Jugendfanfarenzug den Namen „ Landsknechts-Fanfarenzug der Schützengemeinschaft Brake e.V.“ und wurde Mitglied im Landesverband NRW der Fanfaren und Tambourcorps 1960e.V.
Er bestand aus 46 Mitgliedern und besaß folgende Instrumente:
13 Trommeln, 12 Ventilfanfaren, 14 Normalfanfaren, 5 Reiterfanfaren,
2 Marschbecken, 1 Überschlagpauke und 6 Normalfanfaren waren unbesetzt.
Das musikalische Programm umfasste 11 Märsche und 2 Walzer. Bei den ersten NRW Landesmeisterschaften am 24. und 25. April in Lenzinghausen, erlangten die Bräker einen überraschenden Erfolg. Sie wurden in der modernen Klasse Landesvizemeister und belegten in der reinen Fanfarenklasse den 3. Plazt

1972

Dieses Jahr sollte den Landsknechtes-Fanfarenzug auf den Gipfel seiner bisherigen Erfolge führen:
Die deutsche Meisterschaft in Ulm
Am Samstag, den 29. April 1972 nachmittags mussten die Landsknechte gegenüber 78 Mitkonkurrenten Farbe bekennen. Die Atmosphäre in der Donauhalle war zum zerreißen gespannt, als die Siegerehrung um 18.30 Uhr begann.
Die Landsknechte sind in der Fanfarenklasse „ Modern“ Deutscher Meister
in der reinen Fanfarenklasse „ Dritter „ und Bärbel Klußmann erhielt den „ ersten Preis in der Stabführung“. Nach der Siegerehrung standen die Telefone in Richtung Brake nicht still. Oskar Brink, erster Vorsitzender der Braker Schützengemeinschaft, der die Landsknechte begleitet hatte, organisierte von Ulm aus einen würdigen Empfang.

1973

In diesem Jahr stand die erste Auslandsfahrt an. Vom 14.-17. September ging es zum internationalen Freundschaftstreffen nach Esbjerb / Dänemark.
Dort waren 2 Konzerte zu bestreiten, einmal in Ribe und im Legoland.
Untergebracht waren die Landsknechte im Ferienheim Sönderho auf der Insel Fanö. Diese erlebnisreiche Fahrt stärkte die Gemeinschaft innerhalb des Zuges. Ein paar mutige Landsknechte wagten sich in die Takelage eines Großseglers.


1974

125 Jahre Schützenfest in Brake /Unterweser war ein guter Grund
für die Landsknechte an die Weser zu fahren, um dort ihr musikalisches
Können in den Norden zu tragen. Diese schöne Reise sollte der
Grundstein für weitere Besuche bei unseren Namensvettern sein.

Vom 27.-29. September 1974, anlässlich des 5 jährigen Bestehens der Landsknechte wurde ein großes Musikfest auf dem Braker Schloss veranstaltet.
25 Spielmanns- und Fanfarenzüge lockten 1500 Gäste zum Konzert auf den Schlosshof.

1975

Mit der Teilnahme an den Schul- und Veedelzög im Kölner Karneval startete der Fanfarenzug in die neue Saison.
Im März wurden die Landsknechte in das Register der Jugendpflegevereine des Kreises Lippe aufgenommen. Die 2. Auslandsreise stand im September an, nach Mijdrecht in Holland, wo sie in privaten Unterkünften liebevoll aufgenommen wurden. Die Reise wurde zum unvergesslichen Erlebnis.
Insgesamt 39 Auftritte waren zu bewältigen und zum Braker Schützenfest bekamen sie sogar eine eigene Rottbude.

1976

Musikalischer Höhepunkt dieses Jahr sollte der Ostwestfalenpokal
In Lenzinghausen werden, wo der Fanfarenzug mit nur 4/10 Punkten
Rückstand hinter Bad Oenhausen, den 2. Platz belegte.

1977

Neben der Produktion einer Schallplatte in einem Studio in Köln, folgten noch weitere Höhepunkte. Gustav Oberbracht wurde für seinen Vorsitz und Einsatz mit der Großen Ehrennadel des Westfälischen Schützenbundes geehrt. Im Mai brach man für zwei Tage nach Kreuzberg zu den Berliner Festtagen auf. Eine weitere Wochenendfahrt folgte nach Haiger zu den Oraniern.

1978

Als Auftakt fuhren die Landsknechte im Februar zur „Grünen Woche“ nach Berlin. Ein strapaziöses Programm und eine schlechte Organisation
ließen die Bräker erschöpft heimkehren. Der zweite Aufenthalt in Berlin zu den Kreuzberger Festtagen gestaltete sich positiv. Sie eroberten die Herzen der Berliner im Sturm und eine ältere Dame ließ spontan einen „braunen Schein“ der Truppe zukommen. Für den Ostwestfalenpokal in Lenzinghausen, hatte der Fanfarenzug sich etwas besonderes vorgenommen. Mit „ Blowing in the wind“ und „ O le la Cangaceiro“ wurde 5 x die Traumnote 10 erreicht und der Pokal mit 137,5 von 140 Punkten in der modernen Klasse nach Brake geholt.

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